Junge Iñupiat: „Wir haben die Traumata geerbt“

Auf einem Jagdausflug in die Tundra spricht die Iñupiat Qapqan Patkutak über die Verbrechen an ihren Vorfahren – und ihre Auswirkungen auf die Jugend von heute.

„Neben meinen Augen steht das Symbol für die arktischen Weiden, sie stehen für Widerstandsfähigkeit. Diese Kreise hier über meinem Kinn symbolisieren das Halten einer traditionellen Iñupiat-Trommel, einer Qilaun. Ich halte die Trommel zum Mond hoch. Und diese Linie in der Mitte soll eine Teilung darstellen: Die Teilung zwischen den Menschen“, sagt Qapqan Patkutak. „Ich will damit sagen: Egal, wie groß unsere Unterschiede sind, wir stehen alle unter dem gleichen Mond.“

Qapqan Patkutak ist 18 Jahre alt und gehört zur indigenen Volksgruppe der Iñupiat. Sie lebt in Utqiaġvik, Alaska. Auf einem Jagd- und Sammelausflug spricht sie darüber, wie sich die Verbrechen an ihren Vorfahren auf die heutige Jugend auswirken.

Qapqan wünscht sich, dass die Indigenen zu ihrer traditionellen Lebensweise zurückkehren können. „Aber wie bringt man das Verlorene wieder zurück?”

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Text und Bilder: Inga Dreyer & David Schmidt

Das Interview in voller Länge finden Sie bei neues deutschland unter diesem Link.

*Sollten Sie darüber nachdenken, sich etwas anzutun, sprechen Sie darüber mit Ihren Freunden oder Verwandten. Hilfe bietet auch die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar – unter 0800/1110111 und 0800/1110222. Auch eine Beratung über Email ist möglich. Weitere Informationen